Die 76 Seiten hier folgen einer kliniknahen Logik: den Auslöser identifizieren, den Gedanken benennen, eine Bewältigungsreaktion auswählen – dieselbe Drei-Schritte-Struktur, die CBT-Arbeitsblätter verwenden. Deshalb stehen die Arbeitsblätter zu Angst und Stress eher am Anfang der Sammlung, statt zwischen den Seiten zur Zielsetzung verteilt zu sein: Die Grundannahme ist, dass du zu diesem Journal in einem schwierigeren Moment greifst, nicht nur zur Reflexion. Deshalb kommen die dafür entwickelten Seiten zuerst.
Auf den CBT-orientierten Seiten wiederholt sich dieselbe dreiteilige Struktur: Situation, Gedanke oder Gefühl, Reaktion – jedes Mal auf ein anderes Arbeitsblatt angewendet (auf einer Seite ein Gedankenprotokoll, auf der nächsten ein Auslöserprotokoll, danach eine Liste von Bewältigungsstrategien). Was sich ändert, ist der Blickwinkel, den die jeweilige Seite auf diesen Kreislauf einnimmt. Diese Konsistenz ist hier wichtiger als in einem allgemeinen Journal: Wenn du es in einem angespannten Moment verwendest, möchtest du nicht zusätzlich zu allem anderen noch ein neues Format erlernen müssen.
Dieses Produkt ist für jemanden entwickelt, der aktiv mit Angst oder Stress umgeht und nach strukturierten Hilfsmitteln sucht, nicht nur nach offener Reflexion – für jemanden, der ein Gedankenprotokoll neben einer Liste von Bewältigungsstrategien haben möchte, nicht eine leere Seite und eine Anregung. Es eignet sich auch gut als therapiebegleitendes Hilfsmittel: etwas, das du zwischen Therapieterminen ausfüllst und mitbringst, oder das ein Therapeut oder eine Beraterin direkt einer Klientin oder einem Klienten geben kann, da Seiten für SOAP-/DAP-/BIRP-Notizen enthalten sind. Weniger geeignet ist es, wenn du eigentlich ein lockeres, unstrukturiertes Journaling möchtest – dafür ist das Mood-Tracker-Journal die bessere Wahl, da es stärker auf offene Reflexion und das Erkennen von Mustern als auf eine CBT-orientierte Struktur setzt. Und um den Umfang klar einzuordnen: Dies ist ein Selbsthilfe-Journal, keine Therapie, kein Diagnoseinstrument und keine Krisenhilfe.
Verglichen mit dem Mood-Tracker-Journal im Shop, das ungefähr genauso viele Seiten und mehrere der gleichen Layouts hat, besteht der eigentliche Unterschied darin, welche Seiten den Schwerpunkt bilden. Das Mood-Tracker-Journal beginnt mit täglicher und monatlicher Stimmungserfassung sowie Dankbarkeit; Struktur-Seiten sind als Unterstützung integriert. Dieses hier beginnt mit CBT-orientierten Gedankenprotokollen, Auslöserprotokollen und Bewältigungshilfen; die Stimmungserfassung ist als ein Bestandteil integriert. Wenn du dich zwischen den beiden entscheiden möchtest: Wähle dieses hier, wenn du ein Hilfsmittel suchst, das speziell auf den Umgang mit Angst ausgerichtet ist; wähle das Mood-Tracker-Journal, wenn du einen weniger stark strukturierten Raum möchtest, um allgemein wahrzunehmen, wie du dich fühlst und welche Muster dabei auftreten.
Eine bewusste Entscheidung ist besonders erwähnenswert: Auf mehreren Seiten wirst du gebeten, eine Bewältigungsreaktion zu benennen, bevor das Gefühl vollständig abgeklungen ist, statt lediglich den Auslöser zu protokollieren und weiterzumachen. Diese Gewohnheit ist schwieriger zu entwickeln als passives Erfassen, aber genau das macht den Unterschied zwischen einem Arbeitsblatt, das einen stressigen Moment dokumentiert, und einem, das dir helfen soll, den nächsten anders zu bewältigen.